Wer gewerbsmäßig außerhalb eines festen Ladenlokales

  • Waren an- oder verkauft,
  • Leistungen anbietet
  • Bestellungen dafür entgegennimmt oder
  • als Schausteller tätig ist,

muss im Besitz einer Reisegewerbekarte sein. Auch Zirkusvorstellungen oder ähnliche Aufführungen gehören zum Schaustellergewerbe und erfordern daher eine Reisegewerbekarte.

Die Erteilung einer Reisegewerbekarte setzt die persönliche Zuverlässigkeit des Antragstellers voraus. Zuständig für die Erteilung dieser Erlaubnis ist die jeweilige Wohnsitzgemeinde bzw. bei juristischen Personen die für den Betriebssitz zuständige Gemeinde.

Beschäftigung von Angestellten

Jeder Beschäftigte muss im Besitz einer beglaubigten Kopie oder einer Zweitschrift der auf den Verantwortlichen ausgestellten Reisegewerbekarte sein und diese bei der Arbeit mit sich führen.

Haftpflichtversicherung

Schaustellerunternehmen müssen am Spielort immer den Nachweis der Haftpflichtversicherung vorlegen können.

Bauliche Genehmigungen

Wer Bauten, Fahrgeschäfte oder Zelte errichtet benötigt möglicherweise eine baurechtliche Genehmigung der Baubehörde.

Tätigkeiten im öffentlichen Raum

Wer gewerbsmäßig im öffentlichen Straßenraum handelt, benötigt neben der Reisegewerbekarte auch immer eine Sondernutzungserlaubnis für die genutzte Fläche erforderlich.

Verwaltungsgebühr

Die Verwaltungsgebühr für die Erteilung einer Reisegewerbekarte beträgt in Nordrhein-Westfalen je nach Gültigkeitsdauer und Art des Angebotes zwischen 50,00 und 500,00 Euro.